Liebe Leserinnen und Leser,

Bei den Neuerscheinungen des Verlags geht es um die Stadt Wiesbaden:

 

Erika Noack, bekannt durch ihre Arbeiten zur Veränderung von Straßenzügen und des Stadtbilds von Wiesbaden hat nun Wiesbaden aus der Vogelperspektive, Städtbauliche Veränderungen, Band 2, vorgelegt.

Seit 2005 fotografiert die Autorin unsere schöne Stadt Wiesbaden. Ihr erster Flug mit einer Cessna fand im Jahr 2007 statt, von da an ging sie mehrmals im Jahr „in die Luft”. Weiter geht es nun mit dem zweiten Rundflug über Wiesbaden im Herbst 2019. Viel Spaß beim Entdecken von Wiesbaden aus der Vogelperspektive!

 

Otto Winzen, Jahrgang '51, ist in Wiesbaden geboren und aufgewachsen. Nun blickt er zurück auf seine Kindheit und Jugend, auf das Wiesbaden der 1950er und 1960er Jahre, Das Champagnerreich ...

 

Arno Fischer war lange Leiter des Kulturamts in Wiesbaden. Sein Buch Kleine Songs zwischen Freunden handelt von seiner Freundschaft zu dem Aktionskünstler, Jazzmusiker und Maler John Fischer (1930-2016), aus dessen Leben er erzählt.

 

Viel Spaß beim Stöbern und Lesen wünschen

 

der Verlag, die Autorinnen und Autoren von

 

EDITION 6065


Dibbegugger un Worschtphilipp waren zwei Wiesbadener Originale aus der satirischen Zeitung Die Wäsch-Bitt, erschienen in den Jahren 1897 bis 1900.

"Umweeschfinanzierung"

Worschtphilipp un Dibbegugger
Zeichnung: Ferdinand Nitzsche, Wäsch-Bitt, 1., 2., 3. Jg., 1897/98/99. In: Die Wäsch-Bitt von Franz Bossong. Wiesbaden

 

Dibbegugger: Hoste scho geheert, die neu Rhein-Main-Hall soll ball 200 Millione koste ...

Worschtphilipp: Un wer soll des bezahle?

Dibbegugger: Ei, die Wissbadener, wer sunst?

Worschtphilipp: Könne die dann kaan Investor finne, wo sei Geld do rin steckt?

Dibbegugger: Na, des geht nit, weil die Hall macht jo Verlust ...

Worschtphilipp: Warum zum Deiwel brauche mir e Hall, die bloß Verlust mecht?

Dibbegugger: Des is wesche de Umweeschfinanzierung ...

Worschtphilipp: „Umweeschfinanzierung“ was soll dess dann sein?

Dibbegugger: Bass uff, die Stadt baut die Hall, dann komme vill Leut in die Stadt, uff Kongresse un so. Dadorsch verdiene die Gastwerte besser un zahle dann mehr Steuern an die Stadt. Unn ibber den Umweesch, wenn's klappt,  verdient die Stadt dann widder an de Hall.

Worschtphilipp: Jo, wann des bloß uffgeht! Dann könne se doch gleich de Gastwirt e paar Millione im Johr nochschmeiße oder besser: einmol im Monat im Rothaus e groß Buffet für die Leut veranstalle. Des käm ohne Umweesch immer noch billischer un mer hätt was devon!

Dibbegugger:  Des mache se nit. Dem Ball des Sports wolle se noch 500.000 Euro dezugebbe, dass er ibberhaubt kimmt!


September 2021