Liebe Leserinnen und Leser,

neu erschienen ist „Die Geschichte vom Schnittlauchtopf“ von Henri Hohenemser, eine fantastische Reise rund um die Welt. Wir besuchen einen Flohzirkus in Karatschi, erleben wie Rieger Beni aus Rosenheim auf dem Mount Everest einen Riesensemmelknödel kocht, nehmen Anteil am Schicksal des Flohschauspielers Rodolfo, erleben eine wilde Hochzeitsfeier auf Schloss Rattleborrough und vieles mehr ...

 

Anhaltender Beliebtheit erfreut sich Rita Rosens „Frauenzimmer“, Gedichte und Geschichten über Frauen aus der Vergangenheit und Gegenwart.

 

Der Gedichtband „Wiesbadener Spätlese“ von Günther Böhme, ist eine schöne Erinnerung an den Autor. 

 

75 Jahre alt wäre Hans-Jürgen Fuchs 2016 geworden. Er ist der Herausgeber von „Verbrechen und Schicksale – ein Wiesbadener Pitaval“, eine Sammlung von spektakulären Kriminalfällen aus vier Jahrhunderten – zeitlos lesenswert.

 

Das Programm zum Jahreswechsel 2016/2017 kann hier heruntergeladen werden.

 

Viele Lesefreuden im Jahr 2017 wünschen Ihnen

 

der Verlag, die Autorinnen und Autoren von EDITION 6065

 


Dibbegugger un Worschtphilipp waren zwei Wiesbadener Originale aus der satirischen Zeitung Die Wäsch-Bitt, erschienen in den Jahren 1897 bis 1900.

"Umweeschfinanzierung"

Worschtphilipp un Dibbegugger
Zeichnung: Ferdinand Nitzsche, Wäsch-Bitt, 1., 2., 3. Jg., 1897/98/99. In: Die Wäsch-Bitt von Franz Bossong. Wiesbaden

 

Dibbegugger: Hoste scho geheert, die neu Rhein-Main-Hall soll ball 200 Millione koste ...

Worschtphilipp: Un wer soll des bezahle?

Dibbegugger: Ei, die Wissbadener, wer sunst?

Worschtphilipp: Könne die dann kaan Investor finne, wo sei Geld do rin steckt?

Dibbegugger: Na, des geht nit, weil die Hall macht jo Verlust ...

Worschtphilipp: Warum zum Deiwel brauche mir e Hall, die bloß Verlust mecht?

Dibbegugger: Des is wesche de Umweeschfinanzierung ...

Worschtphilipp: „Umweeschfinanzierung“ was soll dess dann sein?

Dibbegugger: Bass uff, die Stadt baut die Hall, dann komme vill Leut in die Stadt, uff Kongresse un so. Dadorsch verdiene die Gastwerte besser un zahle dann mehr Steuern an die Stadt. Unn ibber den Umweesch, wenn's klappt,  verdient die Stadt dann widder an de Hall.

Worschtphilipp: Jo, wann des bloß uffgeht! Dann könne se doch gleich de Gastwirt e paar Millione im Johr nochschmeiße oder besser: einmol im Monat im Rothaus e groß Buffet für die Leut veranstalle. Des käm ohne Umweesch immer noch billischer un mer hätt was devon!

Dibbegugger:  Des mache se nit. Dem Ball des Sports wolle se noch 500.000 Euro dezugebbe, dass er ibberhaubt kimmt!


März 2017